Im “Aqua Magica”

Beim Aufräumen habe ich ein “Buch” mit dem tollen Titel “Geschichten – ausgedacht und aufgeschrieben von der Klasse 3a, Juni 2004″ gefunden.
Das ist immerhin knapp acht Jahre her, und damals hielt ich meine Geschichte für die geilste auf der ganzen Welt. Und beim Durchlesen hab ich noch was festgestellt: die Mädchen hatten eine
viel bessere Schrift als wir. Das ist in den acht Jahren danach auch nicht bedeutend besser geworden.

Hier also ein Text, den ich Mitte/Ende der 3. Klasse geschrieben habe. Viel Spaß, und ihr dürft ruhig den Kopf auf den Tisch hauen.

Im “Aqua Magica”

Alles fing so an: Papa war auf einer Tombola. Da gewann er einen Gutschein für das Schwimmbad. Gleich am nächsten Tag fuhren wir hin. Als erstes probierte ich die 2999-Meter-Rutsche aus. Nach 550 Metern passierte etwas, was mich „Neeiiiiinnn!“ schreien ließ. Plötzlich krachte ein Wasserstrahl (er war kalt) aus der Decke. Nach rund 2km rutschte ich steil nach unten und neben mir stand: „Welcome to new 5000 meter!“
Als ich draußen war, schwamm ich erst einmal auf der 1500-Meter-Bahn. Auf einmal knarzte es. Ich war in den Geistersog geraten. Jetzt aß ich im Dschungelcafe erst einmal einen Tigerteller. Jetzt sah ich, dass mir die Verkäuferin einen Saunachip mitgegeben hatte. Das nutzte ich aus, um in die Sauna zu gehen.
Als ich wieder draußen war, ging ich in die 1. Etage. Dort gab es einen Whirpool mit 37°C Wassertemperatur und 2750 Massagedrüsen. Es gab auch eine Megaturborutsche, und die probierte ich aus. Sie war nicht spannend. Dann ging ich ins Kräuterbad. Zack – verschwand ich. Eine Welle übeler Gedanken erfasste mich, Kloing! Ich hatte eine Wand zum umkippen gebracht. Ich konnte es nicht fassen. Ich stand in meinem Zimmer.

Oh God Why

Übrigens: es stand wirklich alles exakt so da. Auch die Massagedrüsen und der Whirpool.

Das ergibt zwar alles keinen Sinn, aber andere Geschichten befassten sich damit, dass alte Frauen sich auf Igel setzten oder jemand eine Schatzkarte und als Konsequenz einen Schatz findet.
Ich kann mich sogar noch erinnern, dass der personale Erzähler (jep, der Deutschkurs hat mich übel mitgenommen) im ersten Entwurf eine Atombombe fand und die kurzerhand entschärft hat, und dafür mit irgendwas belohnt wurde. Mein (zu der Zeit) bester Freund und ich hatten manchmal ein paar kranke Fantasien (was man halt so als kleine neunjährige Fantasy-/SciFi-Fans gut findet). Seine Geschichte ist aus irgendwelchen Gründen leider nicht in der Sammlung zu finden – so wie ich ihn kenne, hat er wohl vergessen, den Text rechtzeitig einzureichen.

Übrigens: meine Geschichte war eine von vier (aus 15), deren Titel nicht mit der, die oder das begann!

Screenshots, Februar/März 2013

Es ist unglaublich, mit welcher Konstanz ich Beiträge liefere. Wie war das noch, an jedem Monatsletzten die Screenshots? :-D

Egal, hier sind ein paar der besten Screenshots der letzten paar Wochen.

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Ich bin mir nicht sicher, wie genau TextEdit mir ein Gebäude als Dienst anbieten hätte können – geschweige denn, wie dieser Eintrag da reinkam.

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Sehr gut gemacht, Apple! Es spart viele Klicks, wenn einfach alle Informationen auf einem Haufen angezeigt werden. Endlich tut ihr mal was für die armen Touchscreens und Trackpads.

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Den hier müsst ihr evtl. etwas vergrößern, aber persönliche Daten sind ohnehin rausgeschnitten ;-) Safari hatte schon immer seinen etwas eigenen Willen, was das Rendering von Facebook angeht.

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VirtualBox hat erfolgreich den Grafiktreiber ins Jenseits geschickt. Reife Leistung… naja, andererseits lief gerade Windows. Was willste erwarten *troll* :-P

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Wieder mal sehr gut gemacht, Apple! Eure Praktikaten sind immerhin immer gut ausgeruht. Und das ist ja auch was.

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Google, WTF war das denn? Was sollen die ollen Kreise?

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Ja, mein erster Tweet vom 1.4.2010. Und vom 31.3.2010. Irgendwer bei Twitter muss noch mal den Vergleich von Zahlen üben.

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Menschenskinners, Reddit! Bei euch kann man ja Subreddits über total viele spannende Themen erstellen – sogar in zwei Sprachen! Also /r/WOWguild und /r/WOWgilde.

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Wer bitte kam auf den schmalen Ast, Lambda ohne B zu schreiben…? Da sucht man sich ‘nen Wolf in der Leichentabelle und will doch eigentlich nur die Mealy-Automaten zusammenfassen. (Lambda ist übrigens die Übergangsfunktion für das Ausgabezeichen – IIRC.)

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Grafikkartenfehler, präsentiert von einem Nachrichtenmagazin im Internet! [Man will ja keine Schleichwerbung machen.]

Das war’s, bitte weitergehen, hier gibt es nichts mehr zu sehen (außer anderen Blogartikeln von mir). Und jetzt müsst ihr wieder warten… wenn das so weitergeht, wird der nächste Screenshot-Post die Monate April bis Juli abdecken. (Ich meine natürlich den Juli 2014.)

Ein paar zusätzliche Tags für Musik in iTunes

Der iTunes Store stopft seine Titel ja mit Tags voll, das glaubt man kaum. Release-Datum, Copyright-Infos, Explicit-Tag, weiß der Uhu was noch alles.

Wir Normalsterblichen bekommen über iTunes aber nicht alle Tags zum Bearbeiten, was ziemlich schade ist, denn ich als Tagging-Freak (ich fülle bei meinen TV-Staffel für jede Episode sogar Screenwriter und Director aus. Ja, wirklich!) habe gerne möglichst viele Tags gefüllt.

(Ich habe ja immer noch die Theorie, dass Menschen, die ihr Leben lang nur Kram wie “Unbekannter Interpret – Titel 01.mp3″ gehört haben, im Leben nach dem Tod eine besondere Bestrafung bekommen, sei es durch Reinkarnation als chinesisches Mädchen oder eine Ewigkeit in der Roboter-Hölle.)

Das mache ich seit Neuestem mit Subler (Mac only). Eigentlich für’s Muxen und Taggen von MP4-Videos gedacht, kann man damit auch AAC-Musik taggen. (Serien, Filme etc. bearbeite ich trotzdem noch mit MetaZ.)

In Subler könnt ihr unten über das Dropdown mit dem Plus viele nette Felder hinzufügen. Einige machen für Musik gar keinen Sinn (alles, was mit TV oder Film zu tun hat), aber einige sind sehr interessant.

Release Date zum Beispiel. In iTunes kann man bloß das Jahr einfügen, doch wenn man das Release-Datum kennt (z.B. via iTunes Store), kann man es im Format YYYY-MM-DDT07:00:00Z einfügen. Für ein Album, das heute erscheint, müsste man also 2013-03-14T07:00:00Z eintragen. Warum iTunes 7 Uhr morgens Zulu-Zeit braucht, weiß man nicht; andere Uhrzeiten oder Zeitzonen führten bei meinen Tests zu Problemen. Das Datum wird in iTunes immer noch nur als Jahr angezeigt, aber auf iPods(?)/iOS wird das volle Datum gezeigt.

Copyright-Infos findet man ebenfalls auf der iTunes-Alben-Seite (links, unter dem Release-Datum). Das eingekreiste P (das Sound Recording Copyright Symbol) bekommt ihr entweder über das Sonderzeichen-Panel (Unicode-Wert 2117) oder ihr kopiert es euch hier: ℗

Und natürlich das Explicit-Tag. Mal wieder eine unnötige Erfindung der prüden Amis (wenn man da öffentlich ein “böses” Wort sagt… hui. Siehe auch: FCC song – der hat Fox direkt mal ein paar tausend indecency complaints eingebracht. Die spinnen, die Amis.)

Das Tag kann man im Tab “Other Settings” unter “Content Rating” einstellen. Optional natürlich auch “clean”, wenn man die kastrierte Version von Liedern hat (ernsthaft, stellt euch mal ein gutes Hip-Hop/Rap-Album ohne böse böse Wörter vor – ich hatte mal die saubere Version von “Check Yo Self” von Ice Cube, von meiner GTA-Disk gerippt. War kein Vergnügen.)

Auch ein cooles unnützes Tag ist die contentID. Die gibt’s im iTunes Store. Beim Titel auf den Dropdown am Kaufpreis klicken, “Link kopieren”, in TextEdit einfügen. Das sieht etwa so aus: 
https://itunes.apple.com/de/album/lorem-ipsum/id123456789?i=13370815
. Die Zahl nach ?i= ist die contentID. Wofür die gut ist – keine Ahnung.

Hier mal eine bildliche Darstellung des Ganzen. Weil wegen aus Gründen und so.Bildschirmfoto 2013-03-14 um 11.16.05

Und wenn ihr abspeichert, werden die Daten direkt in iTunes übernommen, also nix mit Löschen und neu importieren. Am besten sollte der Track jedoch dabei nicht laufen, sonst kann’s manchmal sein, dass die Tags erst bei einem Neustart übernommen werden.

PlayStation 4

(Warnung: Rant voraus. Dieser Artikel wurde en bloc geschrieben und nach einmaligem Korrekturlesen rausgehauen.)

Tolle Sache! Gestern/heute Nacht wurde die PlayStation 4 vorgestellt, in einer relativ pathetischen Keynote/Pressekonferenz.

Wir bekommen die Konsole nicht zu sehen. Gut, das war am Anfang mit der PS3 auch so. Aber ernsthaft, Sony hat es nach (nach eigenen Angaben) 8 Jahren nicht gebacken bekommen, ein vernünftiges Design für die PS4 zu entwerfen? Woran haben die so lange gearbeitet? Eine Komponente kann es nämlich nicht sein, das Innenleben.

Früher ™ hatten Konsolen Chips, die von den Herstellern selbst gebaut wurden und alle absolut und auf das Kilohertz synchron gearbeitet haben, und dann konnten auch gute x86er und Grafikkarten anno 2000 nicht gegen eine 294,912-CPU und eine 147,456 MHz-GPU (Emotion Engine und Graphics Synthesizer) anstinken.
Selbst der Cell-Prozessor in der PS3 ist keine Standard-Hardware, sondern ein selbst designter PowerPC-Chip.

Und jetzt? “Supercharged PC Architecture”, “x86 CPU”, “Enhanced PC GPU”. Mit anderen Worten: ein normaler Gaming-PC von 2014/2015. Das sind alles stinknormale Komponenten (an denen leicht rumgeschraubt wurde), verbunden durch einen fetten Datenbus.

Die Grafikdemos sind zwar beeindruckend, aber das ist die Grafik von Crysis 3 auch – und das ist heute rausgekommen. Just saying.

Dann natürlich noch der DualShock 4, aber das ist fast schon Meckern auf hohem Niveau. Fast!
Wofür zum Geier brauche ich ein Touchpad auf meinem Controller? Ich habe seit 17 Jahren keins gebraucht. Der Kopfhörer-Anschluss – das ist ganz cool. Muss ich mich nicht mit Bluetooth-Headsets oder Verlängerungsschnüren rumärgern. Aber dafür: Bluetooth 2.1? SRSLY? Wir leben in einer Welt mit Bluetooth 4.0, Strom sparen und so!
Auch die (wieder flachen) L2/R2-Keys und der Share-Key… warum, Sony, warum? Immerhin habt ihr diesmal nicht die Rumble-Funktion entfernt… dafür habt ihr Move in den Controller integriert (the fuck, das braucht kein Mensch… Move separat [sehr] vielleicht, aber nicht in einem regulären DualShock!)

Ja, genug gemeckert. Auf technischer Ebene.
Wofür war das gut? Wollten Sony die ersten sein (jetzt mal von Nintendo mit der Wii U abgesehen), schneller als Microsoft was ankündigen? Und ernsthaft, wem hat diese Ankündigung was gebracht? Keinem.
Die Spieler wissen genauso viel wie vorher. Preis, Verfügbarkeit, alles offen. Entwickler haben schon ein Dev-Kit oder haben immer noch keins. Dafür haben alle Blut geleckt und Sony steht unter Druck.
Hätte man nicht bis zur E3 warten können, dem Ereignis der Gaming-Branche? Direkt am ersten Tag mit einer fetten Apple-mäßigen “das ist die PS4, das kann sie, geile Spiele, so viel kostet sie, dann dort verfügbar” Keynote einsteigen? Mensch, das wäre doch mal was gewesen.

Dafür hat Sony als Chefarchitekten keinen Schlipsträger mit Reisbrett (ach kommt, der Asien-Witz musste einfach sein) eingestellt, sondern einen Spieleentwickler, Mark Cerny. Wenn jemand sich mit Spielkonsolen auskennt, dann jemand, der 1982 bei Atari angefangen hat und seit Crash Bandicoot mit der PlayStation zu tun hat. Das muss man Sony lassen, manchmal können sie echt fähige Leute einstellen.

Aber ich will gar nicht so negativ sein. Sony hat schon mal einen Teil seiner Karten offengelegt, und setzt damit Microsoft und Valve etwas unter Druck. Immerhin, Sony will sein Patent zur Sperrung gebrauchter Spiele nicht in der PS4 verwenden, hoffen wir mal, dass Microsoft das auch macht. “Always online” scheint auch (noch) nicht von Nöten zu sein. Leider ist mal wieder keine Rückwärts-Kompatibilität da, und so benutzt Sony Spiele-Streaming. Wie das genau aussieht, wissen wir noch nicht. Das wird sich noch zeigen.

Sony hat in den letzten 18 Jahren eine gute Plattform geschaffen (übrigens, es ist exakt 6655 Tage her, dass die PS1 in Japan erstmalig verkauft wurde) und sie haben hat eine prima Gelegenheit, die Messlatte für die nächste Generation Konsolen hoch zu legen. Jetzt ist die Frage, wer rückt in den nächsten Monaten zuerst mit technischen Details und Preisen raus: Sony oder Microsoft?

Noch vier Wochen… drei Monate… vier Monate…

Heute ist der 13. Februar 2013. Bei einem deprimierenden Blick in den deprimierenden Kalender stellte ich fest, dass das Ende nah it.

Und zwar nicht im Sinne von “die Welt geht unter” oder “ich muss Kontoauszüge holen”.

Nein, es sind von heute an exakt vier Wochen, die ich noch von meinen Lehrern benotet werden kann. Jap, ab dem 13. März könnte ich genauso gut zu Hause bleiben, weil mir dann keiner mehr was kann.

Der nächste Termin ist in exakt sieben Wochen, am 3. April. Letzter Schultag für den Abi-Jahrgang in Niedersachsen! Woohoo! Party!

Aber nicht so viel, denn in den zwei Wochen danach kommen die vier übelsten Klausuren, die ich je geschrieben habe bisher. Na, wobei… unsere Lehrer erstellen selbst für Grundkurse manchmal  Klausuren (zweistündig, wohlgemerkt), die nicht mal Chinesen an der Uni in drei Tagen gelöst bekommen. Und wenn ich mir die Aufgaben aus den letzten Jahren angucke, ist das eigentlich sogar schaffbar.

Danach ist erstmal Ruhe, und zwar bis zu dem Tag, der 90 Tage nach heute kommt: der 14. Mai. Tag der mündlichen Prüfung. Ha, na bitte, ich habe einen Monat, um mir die Inhalte von zwei Semestern zu merken. Das schaffe ich sogar, glaube ich.

24 Tage später, am 7. Juni, kommt die große Entscheidung: Bekanntgabe der Ergebnisse der schriftlichen Klausuren. Ich will ja jetzt schon nicht.

Und dann, 27=128 Tage nach heute, am 21.6.: Entlassung! Party! Hell yeah!

Also, das Ende ist nah, und ich kann’s genau genommen kaum abwarten.

DVD Rip & Encode Toolchain (Mac)

Ich wollte euch heute mal meine Toolchain zum Entschlüsseln, Rippen und Kodieren von DVDs unter Mac OS X vorstellen. Leider braucht ihr hierfür entweder einen Mac mit Intel-Prozessor und Mac OS bis max. Version 10.6.x, da ihr Rosetta braucht.
Warum kein PowerPC-Mac? Nun, technisch wäre es möglich, aber das Kodieren wäre painfully slow, und zudem gibt es moderne HandBrake-Versionen nur noch für Intel. Wer PowerPC- und Intel-Macs hat, ist fein raus. Dann könnt ihr sogar 10.7 und höher auf dem Intel installiert haben, da ihr Schritt 1 auf dem PowerPC ausführen könnt.

(Das hier wird ein längerer Artikel, weil ich hier wirklich jeden einzelnen Schritt durchgehen werde mit den von mir getesteten Einstellungen und Flags. Ergebnisse können bei euch variieren.)

Das erste Tool heißt osex (oder 0sex oder 0SEx) und dient alleine der Entschlüsselung der DVD-Streams. Leider läuft es nur auf PowerPCs oder Rosetta. Andere Tools habe ich bisher noch nicht probiert oder gefunden, die wird es aber auch geben.
Die Entwicklung wurde leider eingestellt, aber auf diversen Mirrors könnt ihr es noch runterladen.

Oberfläche von osex

Side Note: in einigen Fällen könnt ihr auch noch die DVDs mit HandBrake selber entschlüsseln. Das habe ich auch oft gemacht, bis ich mein DVD-Laufwerk auf RPC-1 gestellt, d.h. die Regionalsperre entfernt, habe. Außerdem ließen sich davor schon manche DVDs nicht so entschlüsseln, und so musste ich ohnehin nach einem Entschlüsseler suchen.

Ihr bekommt per Default eine VOB-Datei ohne Kapitel zurück. Tipps: deaktiviert alle Untertitelspuren (Sub), denn die werden ins Video gebrannt. DVDs haben keine Closed Caption-Untertitel, sondern Subtitle-Bitmaps. Und die werden halt beim Kodieren eingebrannt oder zurückgelassen. Solltet ihr z.B. bei Star Wars unbedingt eine Untertitelspur brauchen, müsst ihr deren ID rausfinden und nur die dann anwählen.
Es ist möglich, mehrere Tonspuren (Aud) in die Datei zu packen, aber die verlieren dabei ihre Sprach-IDs. Ihr habt dann statt EN und DE nur Tonspur 1 und Tonspur 2.
Außerdem: guckt, ob in der Kapitel-Auswahl (Ch) ganz am Ende ein Kapitel von unter einer Sekunde steht. Das könnt ihr getrost weglassen. Zumindest mache ich das immer.
(Früher war das mal wichtiger, als ich meine Serien noch mit VLC kodiert habe. Wenn man da nicht das letzte Kapitel verboten hat, sprang VLC ins Menü zurück und whoops, die Episode war weg und mit dem Menü überschrieben. Passiert aber bei osex nicht mehr. Garantiert.)

Die VOB wird zwischen 800–900 Megabyte (The IT Crowd und Futurama, je ca. 23 Minuten/Episode) und 1.7–2.4 Gigabyte (Navy CIS und The Pacific, je ca. 43 Minuten/Episode) liegen. Spielfilme liegen bei 5–7 Gigabyte. Einmal eine Episode stellenweise in VLC anschauen kann nicht schaden, um zu gucken, ob die Datei in Ordnung ist.

Sobald die DVD entschlüsselt und die VOB geschrieben ist (dauert in der Regel nur ein paar Minuten), könnt ihr entweder die einzelne Datei oder gleich einen ganzen Ordner Dateien HandBrake zum Fraß vorwerfen.
HandBrake ist ein absolut genialer Encoder. Um zu Apple-Geräten kompatibel zu sein, müsst ihr eine MP4-Datei mit x264 erstellen. Das ist auch der Default für HandBrake, da müsst ihr also nicht so viel schrauben. Mit MKV und anderen lustigen Einstellungen (ffmpeg und so) habe ich noch nie wirklich experimentiert.

Da wir hier in Deutschland PAL verwenden (Region 2), ist die Standard-Auflösung für DVDs 576i/p, also 720×576 Pixel für 4:3 und ca. 1024×576 für 16:9. HandBrake macht einen guten Job mit der Erkennung von schwarzen Rändern, also könnt ihr das Cropping in aller Regel in Ruhe lassen. Für die Bildgröße solltet ihr Anamorphic Strict oder Loose verwenden. Nutzt auf jeden Fall die Bildvorschau, damit nichts z.B. verzerrt aussieht. (Die Bildeinstellungen findet ihr unter Picture Settings.)
Sollte das Material interlaced sein (verschränkte Halbbilder) oder combed (der kleine Bruder von Interlacing, beide hässlich und unschwer in der Vorschau zu erkennen), müsst ihr es de-interlacen oder entkämmen. Die Filter findet ihr in dem entsprechenden Tab. Macht jedes Mal eine kleinen Test-Encode (15s reicht meist).
So sieht das übrigens aus, wenn man Filme mit Interlacing noch mal interlacet (interlaceception *hrr*):
Doppeltes Interlacing.

Im Tab Video solltet ihr die Framerate auf “Same as Source” stellen, mit variabler Framerate. Zudem Constant Quality mit einem CQ-Faktor von 21 bis 19 (kleinerer CQ = höhere Qualität und größere Kodierzeit). 20 sollte in aller Regel ausreichen.

Unter Audio braucht ihr nichts ändern. Wenn ihr zwei oder mehr Audiospuren ausgewählt habt, müsst ihr natürlich alle Spuren nacheinander hinzufügen. Wie gesagt, es fehlt die Info über die Spur-Sprache.

An den Untertiteln könnt ihr jetzt nicht mehr viel schrauben, außer ihr habt eine SRT-Datei (SubRip-Datei, für Closed Captions bzw. Soft Subtitles; die kann man ein- und abschalten, im Gegensatz zu den eingebrannten Spuren).

Für Kapitel ist es jetzt ebenfalls zu spät, da alle Spuren von osex zu einem durchgängigen Track vermischt werden. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr eventuell später noch was an den Titeln ändern.

Und jetzt geht es an die erweiterten Videoeinstellungen (was ein Spaß!).
Erstes Thema: Reference Frames und B-Frames. Die Anzahl der Ref.-Frames ist davon abhängig, welches Level das Zielgerät unterstützt. Dazu müsst ihr in die technischen Infos des Gerätes gucken; einfach googeln. Die meisten modernen Geräte unterstützen Level 3.1 oder sogar 4.1 oder neuer. Eine Übersicht der Levels inkl. der max. zulässigen Ref.-Frames in Abhängigkeit der Bildgröße findet sich in der englischen Wikipedia. Bei Level 3.1 sind für PAL-Material immerhin 11 Frames erlaubt, was schon ganz ordentlich ist.
Bei den B-Frames könnt ihr 8 nehmen, das ist ein ganz guter Wert. Bei beiden Einstellungen gilt aber: je höher, desto mehr Rechenkraft ist von Nöten.

CABAC Entropy, 8×8 Transform und Weighted P-Frames solltet ihr auf jeden Fall anstellen, die Pyramidal B-Frames könnt ihr auf Default lassen.

Adaptive B-Frames: Optimal, Adaptive Direct Mode: Default.
Wenn ihr einen stärkeren Prozessor habt, könnt ihr die Motion Estimation Method auf Uneven Multi-Hexagon stellen, ansonsten ist Hexagon aber ausreichend. Alles darüber ist nur noch Brute Force und unnötig für normale Filme.
Subpixel ME könnt ihr auf 7 oder 8 stellen, wenn ihr mehr Zeit habt auch 9 oder 10. Je mehr, desto besser. Aber auch desto aufwendiger. Die Motion Estimation Range könnt ihr beliebig hoch setzen, aber 16–24 reichen meist.

Partition Type solltet ihr auf All setzen, das braucht nicht so viel zusätzliche Rechenkraft. Trellis könnt ihr auf Always oder Encode only setzen, aber was die Option genau tut, weiß ich selber nicht. Wird auf jeden Fall so empfohlen.

Deblocking und die zwei oder drei Slider unten könnt ihr in der Regel so lassen, mit denen arbeite ich selber nicht wirklich. Wenn das fertige Bild blockig ist (also stellenweise extrem pixelig), solltet ihr eher den globalen Deblocker verwenden (zu finden bei den Videofiltern).
Hier ein Beispiel für einen Film mit deaktiviertem Deblocker (bzw. lohnt es sich für eine einzelne Szene nicht, den anzustellen):
Beispiel für "blocky"/verpixeltes Videomaterial.

Jetzt wird es Zeit für einen weiteren Test-Encode. Wenn der gut läuft und die Framerate im akzeptablen Bereich liegt (Durchschnitt von 20 bis 25 fps oder besser), dann heißt es: kodieren! Das dauert jetzt. Bei 25 fps im Durchschnitt entspricht eine Minute Kodierzeit einer Minute Film. Der ETA ist nach ca. 15% recht gut.

Wenn ihr einen Ordner importiert habt und die gleichen Einstellungen für alle Titel verwenden wollt, könnt ihr das per File > Add All Titles to Queue… tun. Besonders für Serien praktisch.
HandBrake: Encoder-Queue

Und irgendwann macht es “plonk”, HandBrake hüpft ganz aufgeregt im Dock, und die Datei ist fertig. Schaut mal durch, wenn das Ergebnis gut ist, dann geht es weiter! (Wenn nicht, dann war der Encoder-Lauf für die Tonne. Aber das ist mir bei über 200 Encodes noch nie passiert und sollte auch nicht passieren.)

Als nächstes kommt MetaZ. Das ist eine verbesserte Version von MetaX, dessen Entwicklung eingestellt worden ist. Öffnet die Datei, sucht rechts nach dem Titel des Films und schaut die Ergebnisse durch. Die Datenbank ist gut gefüllt, wie ich finde. Sollten Infos falsch sein, könnt ihr die Werte auch ändern. Die FSK-Einstufungen müsst ihr erst in den Einstellungen aktivieren (General > Show ratings from:DE).
Alles, was ihr schreiben wollt, müsst ihr ankreuzen. Hier ein Beispiel:
MetaZ: Editor

Wenn ihr Glück habt, könnt ihr hier auch die Kapitelinformationen nachbearbeiten. Einfach mal schauen. Und zur Not… naja, müsst ihr leider ohne Kapitel auskommen.
MetaZ: Kapiteleditor
Besonders für Serien sehr praktisch ist die Funktion, komplette Daten statt Jahren anzugeben (Format TT.MM.JJJJ). iTunes rechnet dann sogar den Wochentag aus und die Infos erscheinen dann links neben der Episode, siehe auch Screenshot unten.
Übrigens kann auch MetaZ Dateien stapelweise bearbeiten. Ihr müsst nur manuell für jede Datei die Metadaten festlegen, und dann ab dafür.

Für Film-Cover gibt es eigentlich keine bessere Quelle als iTunes, wie ich finde. Alle anderen verwenden die DVD-Covers selber, die teilweise lästigen Text oder Werbung haben. Leider gibt es hierfür keine offizielle Methode aus iTunes heraus, wie etwa bei Musik. Abhilfe schafft eine Webseite namens iTunes TV & Movie Artwork. Sucht nach dem Film, ändert ggf. das Land (z.B. gibt es NCIS nicht im deutschen Store, wohl aber im amerikanischen) und schaut in den Ergebnissen nach. Wenn es den Film auf iTunes gibt, findet ihr das Cover hier.
Andernfalls bleiben euch die Google Bildersuche und diverse Webseiten, die sich nach einer einfachen Google-Suche prima finden lassen.

Sobald MetaX die Datei geschrieben hat, könnt ihr sie in iTunes importieren. Da alle Metadaten schon geschrieben sind, inklusive dem Cover, müsst ihr nichts mehr ändern. Für 650 Megabyte braucht MetaX bei mir etwa 30 Sekunden (der Film liegt aber auch auf einer USB 2.0-Platte), für 1GB etwa eine Minute.

Und so sieht das Ergebnis dann für Filme aus (The Social Network):
The Social Network, in iTunes 11 importiert

Gleich viel schöner als immer nur die automatisch generierten Vorschau-Frames:
Saubere Filmcover in iTunes!

Und so sieht das für Serien aus (die Übersicht als auch eine Staffel mit erweiterten Metadaten):
Serien in iTunes, sogar mit offiziellem Cover.

Erweiterte Metadaten für TV-Serien

Ja, das war jetzt ein langer Artikel. Ich habe mal nachgeschaut, mit knapp 1.600 Wörtern und 10 Bildern ist es sogar der längste bisher.
Ich hoffe, die Infos hier helfen euch beim Kodieren eurer Filme.
Über die Legalität hiervon müsst ihr euch selber informieren, das hängt nämlich davon ab, wo ihr wohnt. Ich kann, da ich kein Anwalt bin, keine Rechtsberatung geben.

Also dann, viel Spaß beim Gucken eurer Filme!

Nein, Leute, ich habe mein Versprechen nicht vergessen. Im Januar sollte die neueste Auflage und Ausgabe der lustigen Screenshots (kurzerhand umbenannt in Screenshots) erscheinen, und hier kommen sie!

Und wenn das ganze heute anders aussieht: ich spiele gerade mit HTML5 rum und habe alle Bilder mit figure und figcaption-Tags versehen.

R U paranoid? Signpost Unreachable Zentimeter ohne anzuspannen
Die drei Kollegen hier oben stammen aus PS2-Binärdateien, die einmal durch strings gejagt wurden. Wenn ich das richtig verstanden habe, gehören Kommentare an Kollegen nicht in den Release-Code. 43 Zentimeter Umfang ohne anzuspannen kommt übrigens aus der Mission OG Loc.
%recipient
Da hat jemand nicht aufgepasst und die Variable in den String gepackt…
Pferde im Pool
Klar, ich reite jede Woche mit meinem Pferd ins Freibad!
99% und rot
Achtung! atterie warten.
Gut, die Batterie im MacBook Pro hasst mich eh chronisch. Aber diese beide Dinge sind so nicht gewollt, schätze ich.
Münzen sind Münzen.

People are people, sang schon Depeche Mode. Und jede Münze ist auch nur eine Münze.
HIToolbox Fuckup
Nicht immer läuft alles glatt, wenn man die Grafikressourcen von Mountain Lion auf Snow Leopard kopiert.
Ein halber Mann.
Androids Panorama-Feature hat diesen armen Mann zerrissen.
Musik- und Deutsch-Arbeiten
Ich habe schon komische Freunde. Aber für solche Dinge lohnt es sich fast schon, regelmäßig auf Facebook vorbeizuschauen.